48. Yellow Cup – Im Zeichen der EM-Vorbereitung

Der Jubel war gross, als sich die Schweizer Handball Nationalmannschaft im Juni dieses Jahres das EM-Ticket sicherte und nach einer Durststrecke von 14 Jahren endlich wieder an einer Endrunde teilnehmen wird. Die positiven Tendenzen, welche seit Amtsantritt von Nati-Trainer Michael Suter zu spüren waren, konnten nun endlich auch in einen handfesten Erfolg umgemünzt werden. Auch dank der Strahlkraft von Überhandballer Andy Schmid wagten in den letzten Jahren immer mehr Schweizer Spieler den Schritt in die grossen Ligen im Ausland, was auch der Nati spürbar zu Gute kommt. Nun steht dieser Mannschaft mit der Europameisterschaft in Schweden, Österreich und Norwegen eine neue, erfreuliche Bewährungsprobe bevor. Den letzten Schliff holt sich das Team am traditionellen Yellow Cup, welcher vom 3. – 5. Januar 2020 zum 48. Mal in der AXA Arena in Winterthur stattfindet.

Wir freuen uns folgende Gegner präsentieren zu dürfen:

Holland
Mit Holland trifft die Schweiz auf eine Mannschaft, welche sich in der jüngsten Vergangenheit ähnlich wie die Schweiz entwickelt hat. Nachdem der Holländische Handball in den 1990er und 2000er-Jahren im internationalen Vergleich keine grosse Rolle spielte, schafften in den letzten 10 Jahren immer mehr Holländische Spieler den Sprung ins Ausland. Vorreiter war dabei Torhüter Gerrie Eijlers, welcher sich in der deutschen Bundesliga einen Namen machte und für Balingen, Magdeburg und Minden im Einsatz stand. Mittlerweile spielt ein Grossteil der Holländischen Nationalspieler in Deutschland, Frankreich, Dänemark oder Polen, was sich auch positiv auf die Leistungen der Oranje auswirkt. Dank der erstmaligen Qualifikation für eine Europameisterschaft hat sich Holland definitiv auf der handballerischen Landkarte zurückgemeldet.

Ukraine
Dasselbe gilt auch für die Ukraine, wo mit der EM-Qualifikation eine zehnjährige Durststrecke zu Ende geht. Die Osteuropäer nahmen zwischen 2000 und 2010 an fünf Europameisterschaften und zwei Weltmeisterschaften teil, seither verpassten sie die Qualifikation aber regelmässig. Gut die Hälfte der Nationalmannschaft ist beim Ukrainischen Serienmeister Motor Saporischschja engagiert und bildet damit einen vertrauten, eingeschworenen Kern. Zwei Namen stechen im Kader heraus: Einerseits Spielmacher Serhij Onufrijenko der vor 2 Jahren bei Paris Saint-Germain unter Vertrag stand und seit letztem Sommer für den Ligakonkurrenten C’Chartres Métropole Handball auf Torejagd geht. Andererseits fällt Wladyslaw Ostrouschko nicht nur wegen seiner Gardemasse (2,00m / 100kg) auf, sondern auch aufgrund seiner Vergangenheit auf Clubebene. Neben Engagements in Russland, Weissrussland, Rumänien, Ungarn, der Türkei und Montenegro stand der Rückraumspieler auch eine Saison im Kader der Kadetten Schaffhausen. Wie man es sich von Mannschaften aus Osteuropa gewohnt ist, wird auch die Ukraine vor allem auf physischer Ebene eine grosse Herausforderung darstellen.

Tunesien
Komplettiert wird das Vierländerturnier durch Titelverteidiger Tunesien. Der Afrikameister von 2018 belegte an der Weltmeisterschaft in diesem Jahr den guten 12. Platz. Viele Tunesische Nationalspieler verdienen ihre Brötchen in Frankreich, so auch Rückraum-Shooter Wael Jallouz. Seit 2014 steht Jallouz beim FC Barcelona unter Vertrag, wurde aber zuerst an die Füchse Berlin und jüngst an C’Chartres Métropole Handball ausgeliehen. Bei der zehnten Teilnahme am Yellow Cup strebt Tunesien den fünften Turniersieg an und wird für die drei EM-Teilnehmer sicherlich ein guter Gradmesser.

Das OK des Yellow Cups freut sich auf die 48. Austragung und auf euren zahlreichen Besuch. Kommt vorbei und unterstützt die Nati auf ihrem Weg nach Schweden. Weitere Informationen folgen.

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