Der Yellow Cup kehrt 2023 zurück

Aller guten Dinge sind drei. Zwar noch immer etwas niedergeschlagen von der erneuten, pandemiebedingten Verschiebung Anfang Jahr, verkünden wir mit voller Vorfreude: Die lang ersehnte 49. Austragung des Yellow Cups findet vom 6. – 8. Januar 2023 in der AXA Arena in Winterthur statt.

Das traditionsreiche Vierländertunier findet jeweils vor den internationalen Grossturnieren im Januar statt. So auch dieses Jahr. Nur drei Tage nach dem Yellow Cup startet die Handball-Weltmeisterschaft 2023 der Männer in Polen und Schweden. Doch diese Endrunde wird ohne Beteiligung der Schweizer Nationalmannschaft ablaufen. Bereits früh in der Qualifikation gescheitert, gilt es nun für das Team von Trainer Michael Suter den Fokus nach vorne zu richten. Die Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2024 im Nachbarsland Deutschland stehen an. Dort trifft die Schweiz auf Ungarn, Litauen und Georgien. Im Oktober schon gilt es wieder ernst: Die Schweizer treten zuhause gegen Georgien an und müssen sich nur wenige Tage später auswärts gegen Litauen beweisen. Danach folgt eine längere Pause, bevor es im März und April 2023 nochmals zur Sache geht. In dieser Pause kommt der Yellow Cup gelegen. Die Schweiz kann in Winterthur nochmals wichtige Erfahrungen sammeln und steht dabei mit Japan, Kap Verde und Österreich Mannschaften aus gleich drei Kontinenten gegenüber.

Japan
Nach nur vier Jahren kehren die Publikumslieblinge aus Japan nach Winterthur zurück. Angeführt wird die Mannschaft weiterhin von der Trainerikone Dagur Sigurðsson. Der Isländer sorgt in Japan für Aufschwung im Handball. An der WM 2021 in Ägypten belegten die Japaner noch den 19. Schlussrang. Angefeuert vom olympischen Spirit im eigenen Land, verpasste Japan bei Olympia zwar hauchdünn den Viertelfinal, klassierte sich aber auf dem guten 11. Rang. Für die WM-Teilnahme 2023 reichte es Japan nicht. Aufgrund der Coronarestriktionen im Land war für sie eine Teilnahme an den Asienmeisterschaften gar nicht erst möglich. Nach Olympia steht Sigurðsson gezwungenermassen vor einem Neuaufbau. Mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele, den Asien Games und der Asienmeisterschaft wird das Jahr 2023 für die Japaner richtungsweisend. Trotz vieler Niederlagen lassen sich die Japaner nicht unterkriegen. Am 47. Yellow Cup konnte man ihr Potential bereits aufblitzen sehen.
Die wirbligen Spieler aus Japan spielen fast ausschliesslich in der heimischen Liga. Mit Rennosuke Tokuda, Shuichi Yoshida und Kenya Kasahara haben allerdings drei Spieler die Insel verlassen und sind bei polnischen Clubs unter Vertrag. Am Yellow Cup werden die Japaner mit ihrer hartnäckigen und ungewohnten Art auch die Schweiz fordern.

 

Österreich
Die deutlich kürzeste Anreise haben unsere Nachbarn aus Österreich. Zuletzt aufeinander getroffen sind die Nationalmannschaften der Schweiz und Österreich an der Handball WM 2021. Mit einem 28:25 Sieg konnte sich die Schweiz damals knapp durchsetzen. Wie die Schweiz verpasst auch Österreich die WM 2023, weshalb auch sie sich unbedingt für die EM 2024 in Deutschland qualifizieren möchten. Bei den Testspielen am Yellow Cup werden sie die Abstimmungen im Team verfeinern wollen, um sich dann auf dem internationalen Parkett zurückzumelden.
Im Kader von Trainer Ales Pajovic sticht der Name Mykola Bilyk heraus. Bereits sein Vater, Serhij Bilyk, war ein begnadeter Handballer, der in der ukrainischen Nationalmannschaft spielte. Vater und Sohn schrieben während vier Jahren eine aussergewöhnliche Geschichte, als sie zusammen beim Handballclub Fivers Margareten spielten. Mykola Bilyk, ÖHB-Teamkapitän, ist zudem seit 2016 beim deutschen Rekordmeister THW Kiel unter Vertrag und bekannt für seine scharfen Würfe aus dem linken Rückraum.
Das Publikum darf sich beim Spiel Schweiz gegen Österreich auf eine Partie auf Augenhöhe freuen.

Kap Verde
Mit Kap Verde, einer Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas, wird das Teilnehmerfeld vom 49. Yellow Cup durch einen «Exoten» komplettiert. Die aufstrebende Nation im Handball qualifizierte sich 2020 an den Afrikameisterschaften erstmalig für einen Grossanlass. Mit der Qualifikation für die WM 2023 konnten die «blauen Haie» ein Ausrufezeichen setzen und ihre Form bestätigen. Mit dem WM-Ticket in der Tasche werden sie sich am Yellow Cup für einen weiteren historischen Moment vorbereiten und den letzten Schliff holen.
In der Handballgeschichte gab es bisher erst eine einzige Begegnung zwischen der Schweiz und Kap Verde – und zwar bei einem Testspiel 2021 in Tunesien. Kap Verde setzte sich mit 24:22 hauchdünn durch. Auch die zweite Partie verspricht deshalb viel Spannung.
Mit dem serbischen Cheftrainer Ljubomir Obradović steht bei Kap Verde ein abgeklärter Experte an der Seitenlinie. Obradović war zuvor lange Trainer des FC Porto und bereits Nationalcoach von Montenegro und dem Frauennationalteam von Serbien. Seine Spieler sind grösstenteils in Europa engagiert, viele in Portugal, drei in Spanien, sowie je einer in Frankreich, Rumänien und Deutschland.

Wir sind mehr als bereit für die Rückkehr des Yellow Cups 2023 und würden uns enorm freuen, mit euch zusammen wieder gemeinsam zu jubeln. Die Tickets aus dem letzten Jahr behalten ihre Gültigkeit. Der Spielplan und der Start des Vorverkaufs folgen.

 

Sportliche Grüsse 
OK Yellow Cup

Bild: Markus Bauer

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